Strüth? Strüth!

Wer genauer hinschaut stellt fest, dass unser Weinbaubetrieb in Strüth beheimatet ist. Weinbau in Strüth, geht das?

Jamaika hat keinen Schnee, aber dafür seit 1988 eine eigene Bobmannschaft. Strüth hat keinen Weinberg, aber dafür seit 2014 einen eignen Weinbaubetrieb. Bis in der Vogtei tatsächlich Wein wächst, muss sich der Klimawandel noch ein bisschen anstrengen. Die Trauben wachsen daher am Mittelrhein, genauer gesagt unweit des kleinen Örtchens Wellmich. Und diese Verknüpfung zwischen Strüth, Weinbau und Wellmich ist nichts Neues, sondern kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Die geschichtliche Begebenheit ist nachzulesen im Werk „Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius, welcher die wichtigen und angenehmsten geographischen, historischen und politischen Merkwürdigkeiten des ganzen Rheinstroms von seinem Ausflusse in das Meer bis zu seinem Ursprunge darstellt“, verfasst von einem „Nachforscher in historischen Dingen“. Im Band Mittelrhein, 2. Abteilung, Band 5 von 1856 steht’s geschrieben: Das Kloster Schönau in Strüth begütert in der Gemarkung von Ehrenthal, einem Stadtteil von Wellmich, 9132 Stöck Wingert. So, jetzt ist es raus.

Momentchen, werden jetzt Einige rufen, Wellmich ist doch keine Stadt. Naja, kommt auf die Definition von Stadt an, denn Wellmich erhielt bereits im Jahr 1357 Stadtrechte. Das Kloster in Strüth ist also historischer Weinbergsbesitzer im Stadtgebiet von Wellmich, wo auch wir heute unsern Wingert haben. Toll, ne?

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